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second-brain/Clippings/Psychohygiene Diese zehn Gewohnheiten sind Balsam für die Seele.md
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tags:
- Methoden/Achtsamkeit
- Psychologie
- Methoden/Tagebuch
- Methoden/BulletJournal
- Psychologie/Akzeptanz
- Psychologie/Emotionen
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**Schreiben Sie Tagebuch.**
Für viele Jugendliche hat das Tagebuchschreiben einen festen Platz im Alltag. Man notiert, was einen beschäftigt, wie es einem geht und wovon man träumt. Je älter wir werden, desto eher hören wir allerdings damit auf, unsere Gedanken zu Papier zu bringen. Dabei kann so ein Tagebuch echt hilfreich sein. Wer seine Gedanken aufschreibt, der schafft Platz im Kopf. Das hilft vor allem dann, wenn man im Gedankenkarussell gefangen ist oder sich nicht konzentrieren kann, weil ständig neue Tabs im Kopf aufploppen. Außerdem reflektieren wir unsere Gedanken und Erlebnisse noch einmal, wenn wir sie aufschreiben. Das kann uns helfen, den Blick zu weiten und neue Perspektiven einzunehmen. Das Tagebuch kann also helfen, zu neuen Erkenntnissen zu kommen, sich selbst besser kennenzulernen und Struktur ins Gedankenchaos zu bringen. Und wenn man sich daran mal nichtmehr erinnern kann, dann hat man es ja sogar schriftlich.
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**Seien Sie aktiv.**
Schlechte Nachrichten für Couchpotatos: Den Feierabend jeden Tag nur vor dem TV zu verbringen, ist nicht die beste Lebensart für unsere mentale Gesundheit. Aber keine Sorge, Hochleistungssport ist auch nicht nötig, um unserer Psyche etwas Gutes zutun. Es reicht vollkommen aus, sich regelmäßig zu bewegen am besten an der frischen Luft. Das kann ein Spaziergang in der Abendsonne sein oder eine Partie Fußball mit den Freunden. Manchmal reicht es auch schon, den Weg zur Arbeit mit dem Rad statt mit dem Auto zu fahren. Es kommt nicht darauf an, was Sie machen, um Ihren Körper in Schwung zu bringen. Hauptsache, Bewegung findet in irgendeiner Form statt. Denn die gibt uns richtig viel, zum Beispiel eine große Ladung Glückshormone. Die wiederum machen uns resistenter gegen Stress, stärken unser Immunsystem und unser Selbstbewusstsein. Sport ist Mord können wir damit getrost als Lüge abstempeln.
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**Akzeptieren Sie sich selbst.**
Willkommen in der Königs-Disziplin der Psychohygiene: Selbstakzeptanz. Die Beziehung zu uns selbst ist kompliziert. Durch ständige Vergleiche fällt uns immer wieder ein neuer Makel auf, sobald wir mit den bisher bekannten Fehlern so einigermaßen im Reinen sind. Selbstakzeptanz meint, dass wir uns mit all diesen Macken die übrigens jeder hat akzeptieren und uns genau so annehmen, wie wir nunmal sind. Dafür müssen wir uns von unserem Ideal-Ich verabschieden, also von der Person, die wir gerne wären. Das Wichtigste dafür ist Selbstreflexion. Sie könnten sich zum Beispiel damit auseinandersetzen, was Sie als Mensch ausmacht. Das ist eine Frage, die Ihnen sicher auch ihre Freunde gerne beantworten. Der Fokus auf eigene Erfolge, Stärken und Träume hilft dabei, sich selbst besser zu kennen und zu akzeptieren. Übrigens: Akzeptanz reicht völlig aus. Sie dürfen sich also von dem Anspruch freimachen, jede Zelle Ihres Körpers innig lieben zu müssen.
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**Vermeiden Sie Terminstress.**
Morgens die Kinder in die Kita bringen, in der Mittagspause wichtige Anrufe erledigen und nach Feierabend noch einen Termin mit dem Steuerberater: Terminstress ist heutzutage für viele Menschen gar nicht mehr wegzudenken. Ganz zu schweigen von der ständigen Erreichbarkeit. Die Folge: Dauerstress. Und der ist ziemlich ungesund. Stress löst in unserem Körper eine Art Alarmsystem aus, um uns auf den Ernstfall vorzubereiten. Unser Herz schlägt schneller und unsere Nervenbahnen sind auf Spannung. Kein Wunder, dass es nicht gerade eine Wohltat für die Seele ist, wenn das zum Dauerzustand wird, oder? Deshalb gilt: Termine großzügig planen und auch feste Zeiten für eine Ruhepause mitdenken. Jeder von uns braucht auch mal Zeit zum Durchatmen. Nehmen wir uns diese Zeit nicht, laufen wir Gefahr, ernsthaft krank zu werden. Dauerstress begünstigt unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und chronische Erschöpfung. Also lautet die Devise: Entschleunigung im Alltag.
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**Belohnen Sie sich selbst.**
Wann haben Sie sich das letzte Mal etwas gegönnt? Das kann schon eine Kleinigkeit sein, wie ein frischer Strauß Blumen oder eine Schachtel Pralinen. Wissen Sie nicht so richtig? Dann wird es höchste Zeit! Es ist enorm wichtig, dass wir uns selbst als Mensch wertschätzen und uns deshalb auch ab und zu mal etwas nicht Alltägliches gönnen. Vor allem dann, wenn wir eine Leistung erbracht haben, sehnen wir uns nach Wertschätzung und Anerkennung. Meistens suchen wir die in unserem Umfeld. Aber wer weiß besser, wonach uns der Sinn steht, als wir selbst? Machen Sie beim nächsten Erfolgserlebnis doch einfach mal einen Wellnesstag, gehen mit Freunden schick essen oder kaufen Sie sich etwas, das schon lange auf ihrer Wunschliste steht. Sie haben es sich verdient! Übrigens: Ganz nebenbei erhöhen Selbstbelohnungen auch unsere Motivation für künftige Erfolge. 
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**Pflegen Sie Ihre Freundschaften.**
Wenn es eine Sache gibt, in der sich Glücksforscher weltweit einig sind, dann ist es der Wert von Freundschaften. Freunde machen uns nachweislich glücklicher. Wenn wir Zeit mit Menschen verbringen, die uns am Herzen liegen, dann kann das sogar Schmerzen lindern und nachhaltig Stress reduzieren. Und in Krisenzeiten sind es vor allem unsere Freunde, die uns Kraft geben. Schaffen Sie sich also so viele Freiräume wie möglich für wichtige Menschen. Dabei kommt es übrigens nicht darauf an, möglichst viele Freunde um sich herum zu scharen. Im Gegenteil: Es reichen prinzipiell wenige Freunde, wenn es denn echte sind. Und wie intensiv und echt eine Freundschaft ist, das haben am Ende wir in der Hand. Wenn wir uns anderen Menschen öffnen, dann bekommen wir Vertrauen geschenkt und legen vielleicht die Basis für eine Freundschaft, die uns glücklich macht.
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**Helfen Sie anderen Menschen.**
Altruismus ist eine Eigenschaft, die vor allem in unserer heutigen Leistungsgesellschaft gerne mal belächelt wird. Dabei tut es unserer Psyche extrem gut, selbstlos zu sein und anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Der Soziologe Robert D. Putman spricht in diesem Zusammenhang von "sozialem Kapital". Gemeint ist das Ausmaß des sozialen Zusammenhaltes innerhalb von Gesellschaften. Während der Coronavirus-Pandemie haben wir erlebt, was passiert, wenn das soziale Kapital sinkt: Die Zahl von psychischen Erkrankungen und Gewalttaten steigt. Ein Grund mehr, jetzt proaktiv auch das Wohl unserer Mitmenschen in den Fokus zu nehmen. Das bedeutet nicht, dass Sie jetzt gleich ein Ehrenamt ausüben (was natürlich eine gute Sache ist) oder sich für andere komplett selbst vergessen sollten (bitte nicht!). Es reicht aus, anderen im Alltag zu helfen, wenn das nötig ist und seinen Lieben Unterstützung anzubieten. Sie werden sehen, es wird sich auch für Sie lohnen. 
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**Seien Sie kreativ.**
Ganz egal, ob musizieren, malen oder tanzen: Wenn wir kreativ sind, können wir unsere Ängste und Sorgen für einen Moment lang vergessen. Und das Schöne daran ist, dass jeder von uns auf seine ganz eigene Art und Weise kreativ ist. Wir müssen kein großer Künstler sein, um unserer Psyche durch kreative Momente etwas Gutes zutun. Es ist schon kreativ, wenn wir einfach mal genau das machen, wonach uns ist. Sie haben Lust, den Abend bei einem Picknick am See zu verbringen, obwohl es regnet? Tun Sie es! Kreativität heißt, die Grenzen in unserem Kopf auszureizen. Wir dürfen uns also trauen, zu träumen. Übrigens: Wer die einfachste Form der Meditation ausprobieren möchte, der kann sich einfach ein paar Buntstifte schnappen und Mandalas ausmachen. Wenn Sie eine Extra-Portion Entspannung brauchen, dann sollten Sie dabei vor allem auf blaue Farben setzen denn die verschafft uns innere Ruhe.
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**Seien Sie achtsam.**
Lesen Sie diesen Text gerade wirklich aufmerksam? Oder überfliegen Sie die Zeilen nur flüchtig, während im Hintergrund der TV läuft oder Sie im Zug sitzen? Wir sind es fast gewohnt, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen. Dadurch fällt es uns manchmal gar nicht mehr auf, wenn wir mal wieder versuchen, möglichst viele Aufgaben unter einen Hut zu kriegen. Für unser Gehirn ist dieses Multitasking echter Hochleistungssport. Um nicht zu überhitzen, fahren wir unsere Leistung deshalb runter. Das heißt: Wir funktionieren zwar, nehmen den Moment aber nicht mehr richtig wahr. Schade eigentlich, oder? Deshalb ist es so wichtig, Achtsamkeit in sein Leben einzubauen. Und da ist jetzt erstmal nicht die Rede von Meditation oder Yoga. Es ist auch achtsam, einfach mal ohne Smartphone spazieren zu gehen, bewusst zu essen oder sich mal einen Augenblick darauf zu konzentrieren, wie sich der eigene Körper eigentlich anfühlt. Das sind Momente, die wahrer Balsam für die Seele sind.
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**Lassen Sie negative Gefühle zu.**
Bestimmt kennen Sie den Spruch: Das Leben ist kein Ponyhof. So abgedroschen er auch sein mag, ein Funken Wahrheit steckt drin. Denn Krisen und Gefühle wie Trauer, Angst und Wut gehören genauso zu unserem Leben wie Freude, Liebe und Lust. Meistens klopfen die doofen Gefühle dann auch noch in einer echt ungünstigen Zeit an. Die Tür sollten Sie trotzdem öffnen, denn jedes Gefühl hat seine Berechtigung und will gefühlt werden. Ansonsten zieht sich das Gefühl wieder zurück und startet irgendwann einen neuen Versuch. Dann hat es sich aber womöglich mit anderen verdrängten Emotionen zusammengetan und lässt Ihnen keine andere Wahl, als hinzusehen. Wenn wir einen gesunden Umgang mit Trauer, Scham, Wut und Angst etablieren, dann nehmen wir diesen Gefühlen aber die Schlagkraft. Wie das geht? Weinen Sie, wenn Ihnen danach ist und trauen Sie sich, ihrer Wut auch mal Luft zu machen (wenn die Situation es hergibt). 
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