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title: 'PC Manager: Warum Microsoft nach 30 Jahren ein Reinigungs-Tool bekommt'
updated: 2024-03-12 08:50:06Z
created: 2024-03-12 08:50:06Z
source: >-
https://t3n.de/news/pc-manager-warum-microsoft-nach-30-jahren-ein-reinigungs-tool-bekommt-1608974/
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Im vergangenen Mai als Beta vorgestellt, schickt Microsoft nun ein Tool an den Start, das PCs unter aktuellen Windows-Versionen warten soll. Dass das Unternehmen nach mehr als 30 Jahren damit ankommt, hat einen ernsten Hintergrund.
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Der neue PC Manager von Microsoft. (Quelle: Microsoft)
Auf den ersten Blick scheint es fraglich, was der Redmonder Software-Hersteller [Microsoft](https://t3n.de/news/microsoft-bestaetigt-windows-11-24h2-statt-windows-12-1607033/) mit der Veröffentlichung seines neuen Werkzeugs namens PC Manager erreichen will. Der PC Manager ähnelt im Prinzip dem bekannten Tool CCleaner, das allen langjährigen [Windows](https://t3n.de/tag/windows/ "Weitere News zu Windows")-Nutzer:innen mit Sicherheit bereits in die Finger geraten ist.
## Manche Optimierungs-Tools sind fragwürdig
So kann der neue PC Manager unter einer zentralen Benutzeroberfläche Dinge erledigen, die seit Jahrzehnten von Tools wie CCleaner und anderen geboten werden. Genau genommen werden die meisten der Funktionen, die der PC Manager anbietet, ohnehin bereits von [Windows](https://t3n.de/news/windows-11-update-laueft-auf-alten-pcs-nicht-mehr-1607434/) erledigt nur eben nicht unter einer gemeinsamen Oberfläche.
Der Grund für [Microsoft](https://t3n.de/tag/microsoft/ "Weitere News zu Microsoft")s späten Markteintritt bei den Reinigungs- und Optimierungs-Tools dürfte wohl damit zu tun haben, dass es eine breite Vielfalt ähnlicher Programme gibt, die nicht als seriös einzustufen sind. Etliche Vertreter der Kategorie Optimierungssoftware biegen die Browser-Startseiten um, nehmen zum Teil fragwürdige Änderungen am System vor oder installieren sogar [Malware](https://t3n.de/news/malware-signierte-windows-treibern-1564111/). Im günstigsten Fall machen sie nicht viel mehr, als Placebo-Effekte zu erzielen.
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Speicherplatz­management mit dem PC Manager. (Quelle: Microsoft)
Es könnte also sein, dass Microsoft diesen Anbietern einen offiziellen Riegel vorschieben wollte. Wieso sollte jemand noch eine angeblich nützliche Fremdsoftware installieren, wenn es systemseitig eine Microsoft-eigene bereits gibt? Das scheint im Sinne des immer wichtiger werdenden Schutzes der Nutzer:innen eine durchaus begrüßenswerte Idee zu sein.
So mag es zum PC Manager gekommen sein, einer App, die im Grunde bereits vorhandene Funktionen bündelt und den offenbar so beliebten System-Boost, also das spontane Freischaufeln des Arbeitsspeichers nebst Beendigung der meisten Programme, unterstützt.
## PC Manager bündelt Features unter einer Oberfläche
Der [PC Manager](https://pcmanager.microsoft.com/en-us "Die externe Seite im neuen Tab/Fenster öffnen") ist nicht nutzlos. Schon die Bündelung der Features an zentraler Stelle darf mit Fug und Recht als Nutzen bezeichnet werden. Zudem ist das Tool kostenlos und insofern ein sogenannter Nobrainer.
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Auch die Beschleunigung des Systems suggeriert der PC Manager. (Quelle: Microsoft)
Der PC Manager unterstützt unter anderem das Löschen von temporären Dateien, das Finden großer Platzverbraucher oder das Entfernen von Apps aus dem Autostart. Ebenso kann von hier aus ein [Update](https://t3n.de/news/windows-11-2024-updates-funktionen-enthalten-1605989/) angestoßen oder das System nach [Viren](https://t3n.de/news/warnung-vor-kaspersky-software-weiter-nutzen-1462051/) gescannt werden.
## Bislang offiziell nur über den Windows-Store erhältlich
Wichtig für deutsche Nutzer:innen: Über die offizielle Website steht nur ein Link zum Windows-Store bereit. Von dort aus könnte das Tool zwar installiert werden, allerdings müsste dazu die Windows-Region im Betriebssystem auf USA umgestellt werden.
Das wird man im Produktivbetrieb ungern machen. Alternativ kann das Tool als Betaversion etwa [bei Winfuture](https://winfuture.de/downloadvorschalt,4099.html "Die externe Seite im neuen Tab/Fenster öffnen") heruntergeladen werden. Damit steht dem Ausprobieren auf dem heimischen Rechner nichts im Weg.
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