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| Literarische Agenda Buddhistische Weisheiten 2014 | 52.5805 | 13.1872 | 0 |
Literarische Agenda Buddhistische Weisheiten 2014
Ragt der Gipfel noch so hoch zum Himmel, unbesteigbar schier: Willst den Aufstieg du erzwingen, öffnet auch ein Weg sich dir.
Triffst du einen klugen Mann, der deine Fehler erkennt und dich darauf hinweist, dann bewahre dir seine Nähe und Gesellschaft, als wäre er ein Mann, der dir einen verborgenen Schatz zeigt. Wer sich solch Gesellschaft bewahrt, tut sich Gutes.
Das Gewinnen ist die Quelle für Feindschaft, das Verlieren bringt Schmerz. Wer besonnen ist, legt sich beruhigt auf sein Lager, denn er hat den Trieb, gewinnen zu wollen, abgelegt.
Ein Mann mag tausendmal tausend Männer in einer Schlacht besiegen, doch der größte Kämpfer ist, wer sich selbst besiegt.
Ein guter Mensch soll ehrlich sein, ohne Arroganz, ohne Betrug, nicht verleumderisch und nicht hasserfüllt. Er soll jenseits stehen vom Bösen des Neides und des Geizes.
Tausende Kerzen können von einer Kerze zum Brennen gebracht werden, dennoch wird das Leben der Kerze dadurch nicht verkürzt. Glücklichsein und Liebe werden niemals weniger, wenn sie mit anderen geteilt werden.
Bindung und Freiheit sind sich in der Liebe kein Feind. Denn Liebe ist die größte Freiheit und doch die größte Bindung.
Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts, und er verwirft auch nichts.
Dieses Leben, sollst du wissen, ist ein kleiner Platscher eines Regentropfens. Eine Sache von unendlicher Schönheit, die im gleichen Moment, in dem sie geschaffen wird, auch wieder verschwindet. Daher stecke dir ein Ziel. Nutze jeden Tag und jede Nacht. Tsongkhapa
Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, wird von unserem Geist geschaffen. Auf jedes Wort, auf jede Tat, die durch einen trüben Gedanken hervorgebracht wird, folgt Leiden, so wie das Rad des Karren dem Pflug des Ochsen folgt.
Ich möchte nicht, dass mein Haus auf allen Seiten zugemauert ist oder dass meine Fenster geschlossen sind. Stattdessen möchte ich, dass die Kulturen aller Länder in meinem Haus herumwehen, so frei wie möglich. Aber von keiner lasse ich mir die Füße vom Boden wegblasen. Dalai Lama
Versöhnung kann nur herbeigeführt werden, wenn beide Seiten gehört und verstanden werden. Leid wird beiden Seiten zugefügt, Unrecht wird auf beiden Seiten begangen. Sei offen für die andere Seite; lerne, sie zu verstehen.
Sich mit anderen zu freuen, ohne Neid, ohne Missgunst, ist eine Gabe, die man nur selbst in sich entwickeln kann und soll, und es kann anfangs sehr schwerfallen. Dennoch, man muss seinen Willen und seine Aufmerksamkeit schulen, denn Glück zu empfinden ist das, wonach wir im Grunde streben.
Magst du auch Sinnesglück und Glück des Himmels finden, viel größer ist das Glück, den Drang zu überwinden. @Buddha
Wenn du auch zehntausend Felder hast, kannst du nur ein Maß an Reis am Tag essen; wenn auch dein Haus tausend Zimmer enthält, kannst du nur acht Fuß Raum brauchen bei Nacht.
Echtes Mitgefühl basiert auf der Einsicht, dass andere das gleiche Recht darauf haben, glücklich zu sein, wie man selbst. Dalai Lama
In der Liebe heben sich alle Gegensätzlichkeiten des Lebens auf und verlieren sich. Nur in der Liebe sind Einigkeit und Zweisamkeit nicht zu unterscheiden. Nur Liebe ist Bewegung und Ruhe in einem.
Fünf Vorsätze für jeden Tag: Ich will die Wahrheit sagen. Ich will keine Ungerechtigkeit dulden. Ich will keine Angst haben. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich will in jedem vorerst das Gute sehen.
Um gegen Unruhe und Überdruss anzukämpfen, schau dir die Kinder an. Sie sind die Spontaneität, die Aufrichtigkeit, die Unschuld, die du verloren hast. Drukpa Rinpoche
Derjenige, der die Zufriedenheit kennt, ist wahrhaft reich, auch ohne materielle Besitztümer. Nagarjuna
Sprich ruhig und freundlich, sei nicht vorschnell mit Meinungen oder Ratschlägen. Wenn du zu viel sprichst, macht dich das taub gegenüber dem, was andere zu sagen haben. Du sollst wissen, dass es nur wenige Menschen gibt, die so weise sind, dass sie von anderen nichts lernen können.
Arbeitet, als würdet ihr kein Geld brauchen, liebt, als hätte euch noch nie jemand verletzt, tanzt, als würde keiner hinschauen, singt, als würde keiner zuhören, lebt, als wäre das Paradies auf der Erde.
In allen Richtungen von Buddhas Universum gibt es nur den einen Weg. Wenn wir die Augen offen halten, sehen wir keine Unterschiede in den Lehren. Wenn es etwas zu verlieren gibt, so hat es von Anfang an existiert. Wenn wir etwas verlieren, ist es ganz in unserer Nähe verborgen. Ryokan
Es ist wichtig, eine positive Grundeinstellung zu haben, die Dinge mit Wohlwollen zu betrachten. Es heißt nicht, dass man einfältig oder dumm ist, wenn man friedliches Wohlwollen zeigt, es heißt nicht, dass wir anderen erlauben, unsere Gesinnung auszunützen.
Beherrsche deine Sinne, all das, was du schmeckst und riechst, was du siehst und was du hörst. In allem sei ein Meister, in dem, was du tust, sagst und denkst. @Buddha
Erst im gemeinsamen Leben mit einem Menschen lernen wir seinen moralischen Charakter kennen, erst im Gespräch mit ihm sehen wir, ob er einen reinen Geist hat. In schweren Zeiten erkennen wir seine Kraft, im Umgang mit ihm lernen wir seine Weisheit kennen.
Nimm dir für die Dinge, die dir wichtig erscheinen, Zeit. Verschiebe nicht alles auf morgen oder einen späteren Zeitpunkt. Niemand garantiert dir, dass du dann noch dazu in der Lage sein wirst.
Nicht die Unzulänglichkeit der anderen, nicht, was andere getan oder nicht getan haben, sind die Dinge, worüber wir nachdenken sollten, sondern, was du selber getan oder nicht getan hast, darüber denke jeden Tag nach.
Wüssten alle Wesen, so wie ich, wie schön das Teilen ist, keines wäre mehr bereit, seine Gaben alleine zu genießen, ohne anderen einen Teil davon anzubieten. @Buddha
Es ist gut, wenn uns die Zeit, die verrinnt, nicht als etwas erscheint, was uns verbraucht, sondern als etwas, was uns vollendet.
Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein. @Buddha
Bewusst oder unbewusst trägt jeder von uns etwas zur Allgemeinheit bei. Wenn wir es uns zur Gewohnheit machen, diesen Beitrag ganz bewusst zu leisten, wird der Wunsch, einen immer größeren Beitrag zu leisten, stärker werden.
Wenn wir akzeptieren, dass der Wandel dem Leben gleichgestellt ist, dass wir loslassen müssen, um etwas Neues zu bekommen, dann werden wir mit mehr Ruhe und weniger Leiden durch unser Dasein gehen.
Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist. Lerne zu schweigen und du merkst, dass du viel zu viel geredet hast. Sei gütig und du begreifst, dass dein Urteil über andere zu hart war.
Das Leben eingehend betrachtend, ist es möglich, alles, was ist, klar zu sehen. Von nichts versklavt, ist es möglich, von allen Begierden abzulassen. Das Ergebnis ist ein Leben voller Freude und Frieden. @Buddha
Wenn unser Vertrauen in uns selbst besser gelehrt und praktiziert würde, bin ich überzeugt, dass ein sehr großer Teil der Missetaten und des Elends, unter denen wir leiden, verschwinden würde.
Auf dieser Welt musst du nicht nach Erfolg streben - keine Fehler begangen zu haben, ist schon ein Erfolg.
Wer andere durchschaut, ist klug. Wer sich selbst aber durchschaut, ist weise. Wer andere bezwingt, beweist Kraft. Wer sich selbst bezwingt, beweist Mut. @Buddha
Dein Herz und dein Geist gleichen einem Garten. Du entscheidest, welche Pflanzen du darin anpflanzt. Darum lass deinen Garten nie verwildern, pflege ihn jeden Tag und lasse viel Licht hinein, das du durch positive Energie wie Liebe, Nachsicht, Nächstenliebe, Mitgefühl und Großzügigkeit erschaffst.
Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz. Dalai Lama
Wenn deine Einsicht meiner Lehre widerspricht, so sollst du deiner Einsicht folgen. @Buddha
Übe dich in Toleranz, lerne gegenüber schwierigen Situationen gleichmütig und friedlich zu reagieren. Tolerant zu sein, bedeutet keine Schwäche, es heißt nicht, gegenüber Unrecht klein beizugeben oder gar aufzugeben.
Fleiß ist zwar eine Tugend, aber wenn man es sich selbst zu bitter macht, dann verliert man auch das ausgeglichene und fröhliche Wesen.
Die Krähe im Wald bringt auch ihren Eltern und Großeltern Futter. Die Taube nistet immer drei Äste tiefer als ihr Vater. Das Lamm kniet wieder, um die Milch seiner Mutter zu trinken. Wenn niedrige Tiere sich mit solch einem Anstand verhalten, wieso handeln Menschen so oft ohne Höflichkeit und Anstand? Dengyo
Allein sitzend, allein ruhend, allein umhergehend, frei von Trägheit; wer tiefe Einsicht in die Wurzeln des Leidens hat, genießt großen Frieden, wenn er in Einsamkeit weilt. @Buddha
Das Leben ist ein wertvolles Geschenk, nutze die Zeit und verschwende sie nicht, keine Sekunde ist wiederholbar, achte auf deine Gedanken und Worte, lerne so viel du kannst und verbringe auch Zeit allein, liebe mit dem Herzen und vergib denen, die dich kränkten. Dalai Lama
Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
Eines Tages sagte Ananda zu Buddha: "Herr, ich habe nachgedacht - geistige Freundschaft ist zumindest die Hälfte des geistigen Lebens!" Der Buddha antwortete: "Sag so etwas nicht, Ananda, sag das nicht. Geistige Freundschaft ist das Ganze des geistigen Lebens!"
Kann man Liebe und Verständnis voneinander trennen? Nein, wenn man wirklich liebt, versteht man, wenn man wirklich versteht, liebt man.
Der, der alle Regeln auswendig kann, sie jedoch nicht lebt und anwendet, ist wie einer, der eine Kerze anzündet und dann die Augen schließt.
Deine Seele findet ihren Pfad in ein helleres Licht durch deine ruhige Geisteshaltung. Was schwer fassbar und trügerisch ist, löst sich selbst in kristallklares Nicht auf. Unser Leben ist nichts anderes als eine lange und beschwerliche Suche nach der Wahrheit.
Wenn du dir über die Kraft eines freigiebigen Herzens im Klaren bist, wirst du keine einzige Mahlzeit vorbeigehen lassen, ohne an andere auszuteilen. @Buddha
Du bist nicht auf der Erde, um unglücklich zu werden. Doch Glück ist allein der innere Friede. Lerne ihn finden. Du kannst es. Überwinde dich selbst und du wirst die Welt überwinden.
Wer Herr seines Tuns ist, ist willensstark. Wer zufrieden bleibt, ist reich. Wer auf seinem Platz beharrt, ist standhaft. Wer aber im Tod besteht, der lebt wahrhaftig. @Buddha
Das Leiden, das wir spüren, die Unbefriedigtheit, die Unzufriedenheit kommt nicht aus der Tatsache, dass man nichts festhalten kann, um es "ewig" an sich zu binden, sondern viel mehr aus der Tatsache, dass wir das ständig versuchen.
Wenn du von etwas träumst, dann warte nicht, diesen Traum zu realisieren, sondern verwende deine Aufmerksamkeit darauf, dorthin zu gelangen, den Traum jetzt wahr zu machen.
Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und Intelligenz, ohne sie kennen wir einen Menschen nicht.
Beruhige deinen Körper, beruhige deinen Geist. Durch deine eigene Anstrengung erwache, beobachte dich und lebe glücklich. @Buddha
Durch positives Denken und friedliche Reaktionen zeigen wir nur, dass wir die Weisheit und Stärke besitzen, die Dinge in eine positive Richtung zu bewegen. So konzentrieren wir uns auf das Wesentliche und können aus jeder Situation das Beste machen.
Genügsamkeit ist das Zauberwort. Ohne sie ist keiner je zu befriedigen, aber mit ihr können uns Neid, Missgunst, Unzufriedenheit und Habgier nichts mehr anhaben. Es ist ein Gefühl großer Freiheit, wenn man Genügsamkeit empfindet.
Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, wird von unserem Geist geschaffen.
Nur wenn du die andere Seite zu sehen bereit bist, kannst du dich versöhnen. Lerne die Motivation des anderen für sein Handeln kennen und akzeptiere sie so, wie deine Seite akzeptiert werden wird.
Wenn wir ausschließlich unseren Freunden gegenüber Nähe empfinden, nicht aber gegenüber schwierigen Personen oder Feinden oder den unzähligen Menschen, die uns persönlich unbekannt und gleichgültig sind, dann ist unser Mitgefühl parteiisch. Dalai Lama
Warum sind wir oft enttäuscht, ängstlich und unzufrieden? Weil wir sehr hohe Erwartungen haben. Gesundheit, Freiheiten, Freunde, Schönheit, materiellen Wohlstand, wir können nie genug davon bekommen und merken nicht, dass wir dadurch immer schwerer glücklich zu machen sind.
Wer fähig ist, an anderer Glück ehrlich teilzuhaben, erlebt viel mehr Glück als jener, der Neid empfindet.
Folge der Wahrheit des Pfades, denke darüber nach, mach ihn dir zu eigen, lebe ihn. Er wird dich immer stützen. @Buddha
Lebe im Jetzt und Hier und verbringe nicht Zeit mit Dingen, die dich nicht weiterbringen auf Kosten von relevanten Vorhaben, die du vielleicht nicht mehr realisieren kannst, obwohl sie für dich, dein Karma oder das Wohlbefinden deiner Mitmenschen von großer Bedeutung wären.
Der Buddhismus sagt, dass nichts von Dauer ist, jeder Moment geht in einen neuen über. Dass nichts so bleibt, wie es ist, muss so sein, sonst gäbe es kein Leben, keine Evolution, kein Baby, das zu einem starken Mann wird, keine Blüte, die zur Frucht wird.
Der andere, den wir als Feind betrachten, ist ein Mensch wie wir, der ebenfalls glücklich sein möchte, genauso wie wir. Wenn man davon ausgehend eine ehrliche Sorge entwickelt, die sich ausnahmslos auf alle Wesen erstreckt, wird das als Mitgefühl bezeichnet. Dalai Lama
Wenn du jemanden eine Entschuldigung schuldest, einem anderen etwas Gutes tun willst, Hilfe leisten willst oder einfach nur etwas erledigen willst, was dir wichtig ist: Tu es jetzt.
Wie traurig, dass die Menschen das Nahe nicht sehen und die Wahrheit in der Ferne vermuten - wie jemand, der umgeben von Wasser laut aufschreit vor Durst.
Jeder Mensch hat einen Weisen in seiner Brust. Nur, die Menschen glauben nicht wirklich an diesen Weisen und vergraben ihn. Wang Yang-Ming
Wirke auf das, was noch nicht da ist ... ordne das, was noch verwirrt ist. Ein Baum von einem Klafter Umfang entsteht aus haarfeinem Halm, eine neunstufige Terasse erhebt sich aus einem Häuflein Erde, eine tausend Meilen weite Reise beginnt vor deinem Fuß.
Ein weiser Mensch wird nichts auf der Welt blindlings und kategorisch annehmen oder ablehnen. Bei allen Dingen wird er sich der Wahrheit in kleinen Schritten nähern.
Lass deinen Geist still werden wir einen Teich im Wald. Er soll klar werden wie Wasser, das von den Bergen fließt. Lass trübes Wasser zur Ruhe kommen, dann wird es klar werden, und lass deine schweifenden Gedanken und Wünsche zur Ruhe kommen. @Buddha
Auf jedes Wort, auf jede Tat, die durch einen reinen Gedanken hervorgebracht wird, folgt Freude, so wie dein Schatten dir folgt, untrennbar.
Alle Dinge haben eine Zeit des Voranschreitens und Zeiten des Folgens, Zeiten des Brennens und Zeiten des Erkaltens, Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche, Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlusts. Wer weise ist, vermeidet daher Maßlosigkeit und Überheblichkeit.
Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt. @Buddha
Erleuchtung ist wie der Mond, der sich auf dem Wasser spiegelt. Der Mond wird nicht nass, noch bricht die Wasseroberfläche. Obwohl sein Licht groß und weit ist, spiegelt sich der Mond auch in einer kleinen Pfütze. Dogen